5. Start-/End-/Globale Bedingung (C-3 Plus Condition)
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Durch die Zuordnung von Prädikaten zu einem Suchziel beschreiben Sie dieses näher und grenzen damit das Suchziel im Text ein. Alle Prädikate einer Bedingung müssen gleichzeitig gelten, damit sie erfüllt ist. Grundsätzlich gibt es drei Arten von Suchzielen, die unabhängig voneinander mit Prädikaten befüllt werden können. Je nachdem, welche Bedingungen Prädikate besitzen, ändert sich die Funktionsweise.

Start

Beinhaltet alle Prädikate die das Wort, das zu Anfang des gesuchten Textabschnitts steht, beschreiben. Sind keine Prädikate an dieser Stelle gesetzt, so gilt implizit die Startbedingung ab dem aktuell betrachteten Wort als erfüllt.

End

Beinhaltet alle Prädikate die das Wort, das am Ende des gesuchten Textabschnitts steht, beschreiben. Sind an dieser Stelle keine Prädikate gesetzt, wird implizit angenommen, dass der Rest des Textes bis zum Ende der aktuellen Kachel zum Suchziel gehört. Der Suchlauf endet somit auf dem letzten Wort der Kachel.

Global

Dies ist die komplizierteste, aber auch mächtigste Bedingung, da sie sich mit Start- und Endbedingung kombinieren lässt, was seine Funktionalität erheblich erweitert. Man unterscheidet bei „Global“ drei Fälle:

  1. Nur globale Bedingung hat Prädikate, Start/End nicht:

In diesem Fall ist ein Suchziel gefunden, wenn für eine Anzahl aufeinanderfolgende Wörter alle Prädikate der globalen Bedingung gegolten haben. Ist das Prädikat „fettgedruckt“ gesetzt, so ist das Suchziel beim ersten Auffinden von fettgedrucktem Text erreicht und beim ersten, nicht fettgedruckten Wort beendet.

  1. Wie 1., nur mit gesetztem Parameter „Filter Mode“:

In diesem Fall werden bis zum Ende der aktuellen Kachel ALLE Wörter, die den Prädikaten entsprechen, zum Suchziel hinzugezählt.

Diese Einstellung bietet sich also nur an, wenn es das letzte Suchziel der Suchreihenfolge ist und darauf keins mehr folgt, oder wenn aus einem Text einzelne Wörter mit Hilfe entsprechender Prädikate extrahiert werden sollen.

  1. „Globale“ Bedingung zusätzlich zu vorhandenen Start- und/oder Endbedingung:

In diesem Fall ist die globale Bedingung immer als Filter anzusehen. Der Fund des Suchziels richtet sich also nach erfüllter Start- und/oder Endbedingung. Die „globale Bedingung“ gilt als zusätzliches Kriterium. Auf diese Weise lässt sich eine globale Bedingung, die bestimmte Textbausteine herausfiltern soll, auf einen bestimmten Textabschnitt begrenzen. ODER es kann beispielsweise zwischen einer Start und Endbedingung gezielt Text herausgefiltert werden (im Sinne von ignoriert), ähnlich eines Stoppwortfilters.

Für alle Bedingungen kann per Parameter festgelegt werden, ob das aktuell betrachtete Wort, für das die Bedingung zutrifft, zur Ergebnismenge hinzugefügt werden soll oder nicht. Im zweiten Fall wird bei Start- und Endbedingung der Beginn bzw. das Ende des gefundenen Textabschnittes um ein Wort vor bzw. eins zurück verschoben. Bei der „globalen Bedingung“ gelten in diesem Falle alle Wörter als Teil der Ergebnismenge, welche explizit von keinem der gesetzten Prädikate beschrieben werden.

Durch dieses Hilfsmittel können Texte auch dann gefunden werden, wenn es sich als schwierig erweist, das jeweilige Anfangs bzw. Endwort zu spezifizieren, und es einfacher ist, das nächste oder vorherige, nicht dazugehörende Wort zur Hilfe zu nehmen.

Parameter:

  • Inclusive – Legt fest, ob das jeweilige Wort zum Ergebnis zählt oder nicht
    (an/aus)

Nur bei Global:

  • Filter Mode – Ändert die Funktionsweise von „Global“ wie oben beschrieben
    (an/aus)